Rico (vormals Strolchi)

Meine geliebten  Tierfreunde!

Meinem Frauli habe ich den Auftrag gegeben, Euch wieder mal zu schreiben, und zu danken für alles, was ihr für mich getan habt. Im Anhang seht Ihr meine neuesten Fotos und ein paar Zeilen, wie es mir in diesen neuen Leben ergeht.

Lichtvolle Gedanken mögen Euch stets begleiten um Kraft, Mut und Beharrlichkeit für Eure Projekte aufzubringen. 

Ich denke an Euch  mit viel Liebe euer Rico, alias Strolchi

 

 

Lange hat’s gedauert aber hier bin ich wieder, Rico, alias Strolchi!

Fast 4 Jahre lebe ich jetzt schon in meiner neuen Heimat. Vier wunderschöne, lehrreiche Jahre.

Mittlerweile bin ich zu einem reifen sehr ansehnlichen, adretten Hundemann herangewachsen. Ich möchte mir ja nichts einbilden, aber wenn ich unterwegs bin, zwinkern mir nicht nur die Hundedamen zu, sondern alle Menschen wollen von mir ein Foto machen. Meine Besitzer hören immer die gleiche Frage: Was ist denn das für eine Rasse?

Ob das bei den Menschen so üblich ist, dass sie sich beim Kennenlernen fragen: Was der andere für eine Rasse ist? Ach ja, bei den Erdenkindern richtet sich die Wahrnehmung eben eher auf das Äußere als auf die Persönlichkeit. Und bei meiner großen Persönlichkeit ist noch die Schönheit dazugekommen.

Die Antwort von meinem Herrli lautet immer, dass ich ein Braunohr Terrier bin. Ach so, wo kann man denn diese Rasse kaufen?

Mein linkes Ohr hat nämlich eine braun-schwarze Strähne und ich muss immer schmunzeln wenn mein Frauli den Menschen erklären muss, dass sie nicht mit mir beim Friseur war.

Da ich viel auf Reisen bin, komme ich auch immer wieder mal in die Nähe meines Geburtslandes.

Durch dieses zurückkommen verspüre ich in meinem inneren die Last der Vergangenheit. Sie holt mich ein, schmerzhaft und doch auch mit Freude, denke ich an mein anderes Leben zurück. An meine Ursprungsfamilie und an meine vielen Freunde die ich dort hatte.

Nachts schlafe ich teilweise sehr unruhig und träume oft schlimme Dinge aus der Vergangenheit.

Gott sei Dank ruft mein Frauli jedes Mal ganz sanft meinen Namen, um mich aus den Alpträumen zu erlösen.

Durch das regelmäßige Meditieren mit Ihr, habe ich gelernt, alles aus einer anderen Sichtweise zu betrachten. Ich habe aus der Vergangenheit viel gelernt für mein jetziges Leben. Als ich zu meinen neuen Freunden kam, war ich so verschreckt und ängstlich, dass ich mich hinlegte, mich nicht mehr rührte und mich tot stellte. So glaubte ich, keiner sieht mich und dadurch kann mir niemand ein Leid zufügen.

Aber in diesem neuen Leben habe ich die Erfahrung gemacht das die Liebe alles Leid verblassen mag.

Durch die Liebe die mir entgegengebracht wird, kann auch ich wieder auf die vielen Menschen die mir begegnen mit Freude zugehen. Dadurch bin ich wieder sehr wach, neugierig und aktiv geworden.

Dankbarkeit ist ein kleiner Ausdruck was ich eigentlich in meinen Inneren fühle. Das was ich bekomme von Ihnen, versuche ich auch wieder zurückzugeben.

Ich zeige den Menschen meine Freude dadurch, dass ich mich auf den Rücken lege und anfange mich zu drehen und zu wenden und ein lautes Geheule von mir gebe.

In meiner ersten Botschaft habe ich euch erzählt von der Katze Minga. Mittlerweile sind wir dicke Freunde geworden. Bei den Bildern die mein Frauli mitschickt, könnt ihr ja sehen, wie gleich wir geworden sind. Wir schlafen sogar in der gleichen Richtung und genießen das Miteinander beim Sonnenbaden.

Ich liebe Euch meine Freunde da draußen und ich wünsche mir von ganzen Herzen dass noch viele Tierseelen den richtigen Platz in ihrem Leben finden mögen.

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