Bessy
An meine tollen Retter,
als ich vor nun mehr knapp 5 Jahren zu meinen Menschen kam, erwartete mich der alte Straßenhund Aaron. Ich, die niemand an mich ran ließ, habe dank der Geduld und Liebe meiner Menschen – und auch von meinem Aaron – zu einem glücklichen Leben gefunden. Er war mein 4 beiniger Psychotherapeut. Er hat noch ein Jahr durchgehalten und mir so geholfen, mich im Leben zurecht zu finden. Als er zusammenbrach, wich ich ihm nicht von der Seite und begleitete ihn bis zum Schluss. Nachher verfiel ich in eine schwere Melancholie….da meine Menschen sich entschieden haben, alten und kranken Tiere ein zu Hause zu geben (ich – die Junge war ein „Unfall“), war es schnell klar, dass ich wieder einen Gefährten bekam. Vielleicht könnt ihr euch noch erinnern: Der schneeweiße Spitz, 15 Jahre alt, zog ein und meine Welt war wieder in Ordnung. Wir hatten ihn leider nur 1 ½ Jahre, da er sehr krank war. Dank mir und meiner Menschen, konnte er noch erfahren, was Liebe und Zuwendung sind.
Nun war ich wieder alleine….bis Teddy in mein Leben trat. 11 Jahre, aber er hat nichts von einem alten Hund : vif, schnell, dynamisch, zärtlich und angeberisch, erobert er schnell alle Herzen. Das haben meine früheren Kumpels auch getan, nur er nahm mir anfangs viel zu viel Platz ein. Nun war ich doch die Erste, und dieser Teddy glaubte doch, glatt alles in Beschlag nehmen zu können. Nichts da: Ich habe ihm klar gemacht, dass es mein Zimmer und mein Bett gibt, in denen er nichts zu suchen hat. Da er unkompliziert ist und es akzeptiert hat, teilen wir uns jetzt alles. In seiner frechen, charmanten Art, hat er das Bett meiner Menschen eingenommen – daher – Ihr ahnt es schon – profitiere ich auch davon und kuschele (wenn mir danach ist) im Bett. Beim Spazieren glaubt er immer, dass er mich vor anderen Hunden beschützen muss. Anstrengend, da ich meine Kumpels nicht begrüßen kann. Manchmal wird er angehängt, so kann ich in Ruhe meinen Freundschaften nachgehen. Also, abschließend kann ich sagen, er ist in Ordnung!
Ich habe sonst einen anderen Verlust zu verkraften, meine geliebte weiße Katze Bianca. Sie hat mich damals liebevoll begrüßt und ist nicht weggelaufen. Jetzt ist eine einäugige, schwarze zarte Katze eingezogen, die niemand wollte. Alle anderen haben sie sofort angenommen. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, da ich Bianca nicht so schnell vergessen konnte. Jetzt höre ich von meinen Menschen, dass vielleicht als 4. Katze – eine Bosnierin – von meinem Father Anthony einziehen wird.
Das Einzige, was ich trotz aller Bemühungen für meine Menschen noch nicht geschafft habe, ist stressfrei Auto zu fahren. Ich sabbere alles nass….ich werde trotzdem innerhalb von Wien überall mitgenommen. Jetzt wurde extra aus Frankreich ein neues homöopathisches Mittel bestellt und ein neuer entstressender Spray. Wie sagte mein tolles Herrli: “ Jetzt haben wir das kompliziertes Duo….ich fahre nicht gerne Auto und Teddy bleibt – auch mit seinem Rudel – nicht alleine zu Hause.“ Unsere Menschen würden uns ja beide so gerne mit in den Urlaub nehmen.
Falls es wieder Neuigkeiten geben wird, melde ich mich wieder.
In unendlicher Dankbarkeit an Father Anthony, seinen Helfer und Renate schicke ich Euch einen Schmatz
Bessy (ex Essy)
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Liebe Renate, lieber Pater Anthony und mein lieber Ivan,
Frauli hat zu Recht festgestellt, dass es Zeit ist, dass wir uns melden. Bei einem Hund wie mir – „bis dato die größte Herausforderung“, meint Frauli, gibt es doch immer Steigerungen des “Angekommen- Seins“. Nun, wie Ihr vielleicht noch wisst, hat mein wundervoller alter Aaron (auch ein Straßenhund) noch so lange durchgehalten, bis er mir alles gezeigt hat und vor allem klargemacht hat, dass meine Menschen mit ihrer großen Geduld und Liebe zu uns gequälten Kreaturen, vertrauenswürdig sind. Zu seiner Zeit durfte ich alles anstellen: Ich habe meine Welpen- Zeit nachgeholt. Aber die Schuhe verwahren meine Menschen jetzt doch gesichert, wenn sie nicht zu Hause sind. Mein geliebter Hundetherapeut Aaron hat mich im Juli verlassen, sowie eine von den vier Katzen. Ich stürzte in tiefer Trauer. Der Tag ging ja noch, da hatte ich Frauli für mich alleine, da Aaron zu Lebzeiten fast immer im Büro war.
Zwei Plätze waren nun frei. Also gingen meine Leute ins Tierheim und holten wieder eine uralte Katze, die uns allen gleich einmal Ohrfeigen austeilte. Ich war toll, sagen meine Menschen: Geduldig schlich ich mich einfach weg. Aber …. ich brauchte doch einen Hundekumpel. So kam Meicky zu uns, der eine sehr schlimme Biographie hinter sich hat. Er ist 15 Jahre alt, ein Spitzmischling und sollte – weil er ja zur Last wurde – eingeschläfert werden. Der Tierarzt machte es aber nicht und wollte ihm noch ein glückliches Leben vor seinem Tod geben. So kam ich über Umwege zum WTV. Es war schnell klar, dass meine 2 Beiner ihn zu uns holen werden. Er ist/war so was von lieb, dass ich mein ok gab. Und auch mit unseren 4 Katzen hat er sich bestens arrangiert.
ABER: Das Tollste war (nicht für meine 2 Beiner), dass er über Wochen alle 2 Stunden ausgeführt wurde, da er erstmals ein Medikament gegen seine schwache Blase bekommen hatte. Und ich konnte mir dann aussuchen, ob ich in den lauen Sommernächten, mitgehe oder nicht. Jetzt ist er wieder sauber!
Mein Herrli geht mit mir regelmäßig in den Wäldern und Weinbergen laufen. Wenn ich meine Runden drehe, soll ich so schnell sein wie ein Windhund. Ich spiele im Garten (unserer tollen Nachbarn, die haben das erlaubt!) auch wie verrückt mit Bällen. Das war so eine Freude für meine Menschen, die ja 1 Jahr lang vergeblich versucht haben, mich zum Spielen zu animieren.
Ein bisschen komplizierter sind die gemeinsamen Spaziergänge mit Meicky. Ich bin sehr geduldig, da er “schleicht”. Aber, so wie mich Aaron verteidigt hat, muss ich meinen Meicky beschützen. Also wird mit mir alleine der erste lange Spaziergang gemacht. Ich liebe meinen Meicky, aber er ist ein so schöner, schneeweißer Hund geworden (aber sieht und hört schon schlecht), dass er immer als erster bewundert und gestreichelt wird. Das geht gar nicht: Da zwänge ich mich dazwischen. Da wird natürlich mit mir trainiert, dass das friedlich verläuft. Weil jeweils mit einem nach dem anderen spazieren zu gehen, ist doch ein bisschen viel für meine Menschen. Gehe schon mit Frauli überall mit einkaufen, obwohl ich im Auto noch immer sabbere. Aber viel weniger, weil im Auto mitkommen ist doch ganz fein.
Ich bin glücklich und heiß geliebt, meine 5 anderen Kumpels machen unsere Harmonie perfekt.
Danke 1000 mal, dass Ihr mich gerettet habt.
In großer Dankbarkeit







