Mimi

liebe renate,

stell dir vor, die haben mich ohne meinen allerliebsten oskar, die stütze meines noch geschwaechten selbstbewusstseins, mit in einen sogenannten winterurlaub genommen. fraulis argument war, dass ich nun lernen müsse, die schwierigen herausforderungen meines daseins auch alleine zu meistern. Anfangs glaubte ich mich mitten im warteraum zum hades zu befinden, der höllenwart hat uns denn auch abgeholt mit dem teuflischen gefährt, die menschen nennen das motorschlitten (wahrscheinlich fürchten sie sich weniger, wenn das wort gut klingt). Die horrorschlittenfahrt hab ich gottseidank unter herrlis anorak überlebt. ich dachte immer die hölle wäre heiß, hier aber ist alles mit kaltem weiß ueberzogen. Ich sollte pinkeln gehen hat frauli gemeint, war aber sehr schwierig auf 3 beinen (eines meiner 4 pfotis musste ich immer hoch halten, um mir das mitleid der menschen zu sichern).

also gut, ich hab ja alles mitgemacht, bin ja ein kooperatives hündchen. hotelzimmer finde ich auch klasse, kaum sind meine menschen draußen, schwupps: schon lieg ich drin in fraulis bett 😉

mittlerweile hat mir ein hundekumpel beigebracht, dass man mit dem kalten weiß wunderbar rumalbern kann und ich habe angefangen das alles hier zu mögen.

liebe grüße
mimi