Riley (vormals Riply)
Liebe Frau Grell,
Im Sommer 2013 durfte Riley (ehem. Riply) bei uns einziehen. Mittlerweile ist er schon 7 Jahre alt, bald 8 – also ein Senior.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Vertrauen zu Menschen aufzubauen und Leinenaggressionen, die wir mithilfe einer Verhaltenstherapeutin in den Griff bekommen haben, ist Riley nun der Liebling aller Bekannten und Verwandten. Er ist, wenn auch langsam, total aufgetaut und jeder schließt ihn sofort ins Herz. Er ist so ein fröhliches, lustiges und auch tollpatschiges Kerlchen. Er folgt aufs Wort, wenn er uns auch hin und wieder Streiche spielt, über die wir dann heimlich lachen müssen.
Wie Sie bestimmt wissen, hat er uns vor Kurzem sehr erschrocken. Aufgrund einer Medikamentenunverträglichkeit erlitt Riley eine immunhämolytische Anämie mit nur noch 8% Hämatokrit. Als dann auch schon unsere Tierärztin Tränen in den Augen hatte, weil wir nicht wussten, ob er das Wochenende überstehen würde, wussten wir, es ist wirklich ernst. Wir waren am Boden zerstört. Es ist, als würde einem der Boden unter den Füßen weggezogen werden. Zeitweise wusste ich nicht einmal mehr, welcher Tag oder wie spät es ist. Ein harter Kampf begann. Wir starteten das volle Programm, Bluttransfusion (natürlich hat er die seltenere Blutgruppe), Unmengen an Cortison, deren Nebenwirkungen er alle ausgekostet hat, Schmerztabletten und so weiter. Wir wollten nichts unversucht lassen. Unsere Tierärztin war Tag und Nacht für uns da und erreichbar, wir waren täglich in ihrer Praxis, auch Sonn- und Feiertags. Eine stationäre Aufnahme kam bei seinem schlechten Zustand nicht mehr in Frage, dazu hängt er zu sehr an uns – die Gefahr, dass er sich aufgegeben hätte, wäre zu groß gewesen. Alle zwei Stunden sind wir nachts aufgestanden, um seine Vitalwerte zu überprüfen. ABER wir dürfen glücklicherweise verkünden, dass diese Misere nun vorbei ist!
Riley hat es überstanden und erfreut sich nun wieder bester Gesundheit! Heute erinnern nur noch die kahl geschorenen Stellen daran, wie schlecht es ihm noch vor einem Monat ging. Nicht nur unsere Tierärztin, sondern auch alle Konsiliarärzte sind begeistert und überwältigt, dass er es bei diesen Werten geschafft hat. Alle meinten, dass er ein wahrer Kämpfer wäre, weil es ein anderer wohl nicht geschafft hätte. Er hüpft wieder herum wie ein Junghund, sodass wir ihn oft einfach bremsen müssen, weil er doch schon ein Senior ist. Wir sind überglücklich, dass wir so einen braven, starken „Kampf“-hund haben. Wir hoffen noch auf viele weitere Jahre und sind so unglaublich dankbar dafür, wie viele Leute, so auch Ihr, uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben.
Um nichts in der Welt würden wir unseren Bubi eintauschen. Er ist unser Ein und Alles! Danke, dass ihr uns so einen tollen, lustigen Hund vermittelt habt!
Liebe Grüße,
Die Besitzer von Riley








