Plato
Wir bekamen Kenntnis von PLATO über einen Hilferuf von einer Tierschützerin, die sich in Sarajevo sehr engagiert. Da hieß es, dass ein im Kreis laufender
Hund, der auch im Auffanglager alle anderen Hunde verrückt mache, gefunden worden war und unbedingt einen Resozialisierungsplatz benötige.
Außerdem wäre er drauf und dran, seinen eigenen Schwanz zu verstümmeln und somit abzubeißen.
Wir hatten großes Glück und er fand einen Hundetrainer, der sich seiner annahm. Da wir nicht
genau wußten, in welch psychischen Zustand sich der Hund befand, waren wir sehr froh, dass der Transport eigentlich problemlos vonstatten ging.
PLATO wirkte wie ein ganz normaler Schäferrüde, und doch führte sich an der Leine ein wenig verrückt auf, und lief hin und wieder im Kreis. Aber alles
in allem machte er gute Fortschritte. Wir freuten uns über jede frohe Botschaft, die bekamen. Er hatte 3 schöne Wochen, in denen er einen guten und wertvollen Umgang zwischen Mensch
und Hund kennen lernte, blühte auf und gewann an Persönlichkeit, spielte Ball, vertrug sich schon fast so gut mit den anderen Hunden, sodaß eine
Eingliederung in das Rudel kurz bevorstand. Doch dann das Schreckliche:
Er kollabierte.
Der Trainer reagierte sehr schnell, aber auch an der Klinik konnte ihm nicht mehr geholfen werden. Die Nachricht seines plötzlichen Todes traf uns sehr, wir waren und sind sehr traurig, doch wir haben auch Gewissheit, dass die die letzen Wochen ein wahrer Lichtblick in seinem Leben waren.
Unser besonderer Dank gilt dem Trainer, der ihm die Ahnung auf ein lebenswertes Dasein schenken konnte.
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