Update Nina, 17.2.22 (Sarajevo)

Wunder gibt es – und umso größer ist die Überraschung, wenn man mit ihnen nicht gerechnet hat!

Kaum 15 Minuten, nachdem Nina die Kleine aus ihrem Gefängnis gerettet hatte, gab es genau dort an der Busstation – im angrenzenden Haus – eine riesige Gas-Explosion. Auch der kleine Rasenfleck, auf dem sich das Hundebaby unfreiwillig und schutzlos befunden hatte, wurde durch die ungeheure Druckwelle arg in Mitleidenschaft gezogen.

Dolly hätte das wohl kaum überlebt…..

https://www.klix.ba/vijesti/bih/veliki-pozar-na-autobuskoj-stanici-u-sarajevu/220216082

Die letzten Stunden hat Dolly komplett verschlafen – endlich in Sicherheit und Wärme!

In diesem Gefühl ist sie – völlig erschöpft – in einen tiefen Schlaf gefallen, um neuerlich Kraft zu tanken und ein neues Leben beginnen zu können….

Was wir von ACI dazu beitragen können, werden wir sehr gerne machen!

#wirsagendanke zu NINA!

Update Nina, 16.2.22 (Sarajevwo)


Gefunden…heute… von Nina…bei einer Bus-Station…mitten in Sarajevo… ausgesetzt in diesem „Käfig“, aus dem sie nicht entkommen – geschweige denn sich verstecken – konnte.

3 Krähen umkreisten sie mit lautem Gekrächze…sie war völlig schutzlos…DOLLY ist nun ihr Name …und sie ist in Sicherheit bei Nina und ACI.

Good luck, little baby!

Update Tobby (vormals Chester)

Hello Ihr Lieben,

ich muss Euch sagen, der „Job“ bei der neuen Frau ist sehr angenehm …. den Tagesablauf haben wir gemeinsam bereits erarbeitet – in der Früh gibt es Morgengymnastik, und wir strecken uns mal gemeinsam und sagen guten Morgen… danach gibt es Futter, und ich bin da oft schon so gespannt, was es Gutes gibt, sodass ich schon „Manderl“ mache, um an den Napf zu kommen.

Danach haben wir eine kleine Verdauungspause, wo Frau dann ihren Kaffee und ein Zigaretterl nimmt …….. danach wird ein Bisschen geschmust, dann kommt sie gut riechend wieder, und wir spazieren eine Runde je nach Wetter …. ich muss gestehen – ich mag absolut keinen Wind … das ist einfach nur fürchterlich … es wirbelt lauter böse Dinge herum …. das ist voll gefährlich, und ich mag da echt gar nicht viel herumlaufen – sondern nur schnell wieder nach Hause.

Am frühen Abend wiederholt sich das Spiel dann …. das ist super angenehm, weil ich mich darauf einstellen kann und sonst zum großen Teil meine Ruhe habe. Ab und an werde ich dann unter tags mal abgekrault … das gefällt mir nicht immer, aber schon oft – muss halt anscheinend sein.

Super sind die Bürsten-Einheiten ….. die neue Bürste ist super angenehm …. was ich überhaupt nicht mag, ist, nach wie vor meine Krallen zu schneiden – aber es ist nicht mehr so schlimm wie zu Beginn … Frau hat eine neue Zange … damit ist es schnell überstanden.

Den Tierarzt mag ich nicht wirklich … aber Frau ist ja da und beschützt mich … leider fummelt der ständig an mir herum – das mag ich gar nicht …meine Zähne tun auch noch immer weh … und es wird noch länger dauern, das in den Griff zu bekommen … aber trotzdem mag ich meine Leckerlis und bin auch sehr aufmerksam, wenn Frau in der Küche ist …. es könnte ja was abfallen.

So, jetzt bin ich mal müde.

Melde mich wieder!

Gruß Tobby

Update Pater, 7.2.22 Šuica

Eine alltägliche Situation in BiH

Ein Ministrant von Pater Anthony erzählte diesem, dass er von einem – offenbar ausgesetzten – Hundebaby gehört hatte, das am Rand einer stark befahrenen Schnellstraße sitzen sollte. Das Schlimme war, dass die nächste Wohngegend kilometerweit entfernt war, das Kleine keinerlei Überlebenschancen gehabt hatte, und es stürmisch, eisig und bitter kalt war!

Der Tod lauerte auf das Hunde-Baby in Form von Verhungern, Erfrieren, oder Überfahren-Werden.

Doch all das hat den „Menschen“, der ohne Skrupel gehandelt hatte, mit Sicherheit nicht im Mindesten gestört!

Nicht so verhielt es sich mit unserem Pater. Sobald er sich von seinen klerikalen Aufgaben loseisen konnte, machte er sich mit dem Ministranten auf den Weg, und beide fanden – nach kurzem Suchen – auch wirklich das Hundekind.

Keiner kann sich auch nur annähernd dessen Freude vorstellen, als es Menschen erblickte, die es offensichtlich gut mit ihm meinten.

Als sie den Welpen ins warme Auto hoben, kuschelte sich der kleine Bub in die Arme des Jugendlichen, dem sein Schicksal nicht gleichgültig gewesen war – und schlief sofort erschöpft ein…….

Das ist ein Tatsachen-Bericht, wie er sich tagtäglich in BIH ereignet, und der leider unzählige Male nicht so gut ausgeht, wie für unser Puppy hier. Der süße LUCKY lebt in der Zwischenzeit beim Pater, versteht sich mit allen Hunden und Katzen, die in seinem Umfeld leben, bestens, und durchläuft jetzt alle nötigen medizinischen Behandlungen, die für ein neues Leben – bei ihn liebenden Menschen – nötig sind.

Wir wünschen Klein-Lucky alles Gute für seine Zukunft!

 

Dear ACI friends,

this is such a typical situation in Bosnia and Herzegovina. One of my altar boys heard of a poor puppy sitting on the side of a busy main road in a forest area about 10 km’s from the nearest home. He had obviously been abandoned by some evil human being. We drove to the area and found him immediately. He was helpless and he was starving to death. It was freezing cold and it was snowing. The poor baby was so so so happy when we picked him up and put him in the warm car with us. He went to sleep in my alter boy’s arms. We brought him home and he is so grateful to us for rescuing him. HE LOVES US. He is no problem at all. He gets on well with all the cats and other dogs at the parish house in Šuica. Thanks for your continued support. Pater Anthony

Update Ella (Ex-Fluffy) und Max

Ella (Ex-Fluffy) und Max sind 2 ältere Lagerhunde, die nochmals durchstarten durften, weil sie zuvor in das Winterhilfe-Projekt von ACI aufgenommen worden waren.

Nach langen, entbehrungsreichen Jahren im Shelter sollte sich für die beiden das Blatt nochmals wenden, denn sie bekamen die berühmte 2. Chance, die ihr Leben von Grund auf verändern sollte!

Obwohl mit ihnen vor Ort – als Vorbereitung – bereits gearbeitet wurde, war dennoch alles – nach ihrer Ankunft im neuen Zuhause – wieder ganz aufregend und für beide stressbeladen.

Zuerst kam Ella, 3 Wochen später zog Max ein…..

Wie wunderbar bereits jetzt – nach so kurzer Zeit – alles läuft, lassen wir nun das glückliche Frauchen berichten:

 

Liebe Renate,

als Ella im Dezember zu mir kam, war sie ein sehr ängstliches Mädchen.

Sie hatte in der Nacht „Panikattacken“, beim Spazierengehen hatte sie die Rute nur eingezogen – und sie war immer auf der Flucht!

Max kam am 9.Jänner zu uns, er war sehr schüchtern und zurückhaltend, und er wirkte sehr verloren.

Beide konnten am Anfang nichts miteinander anfangen, obwohl sie einander kannten, und beide wussten auch nichts mit Spielsachen – geschweige denn – mit einem Knochen, anzufangen. 😔

Jetzt, 8 Wochen, nachdem Ella ankam und 4 Wochen nach dem Einzug von Max bei uns ist, kann ich mit Freude mitteilen, dass sie sich zu super lieben, lustigen Wuffis entwickeln.

Die Stufen rennen sie rauf und runter wie Weltmeister. Ella gewinnt mittlerweile die Meisterschaft in Schwanzwedeln.

Knochen werden ordentlich und sehr genau zerlegt☺️. Max ist ein kleiner Kuschelbär und genießt es, am Bauch gestreichelt zu werden.

Er machte sein Geschäft ab dem 3. Tag zu 90% im Freien. Seit gestern spielen sie sogar zusammen und machen jeden Tag tolle Fortschritte!

Ich bin so froh, sie bei mir zu haben😍😍.

Danke an Euch für Eure tolle Arbeit, und dass durch Euch die Hunde wieder eine schönes Hundeleben haben können🥰

Vielen Dank

Liebe Grüße

Update Herr Bert/Duke, jetzt Kuschel

Hallo Renate!

Duke wird nun Kuschel gerufen, der Name ist Programm.

An die Wohnung hat er sich schnell gewöhnt, in unserer Umgebung ist es zum Teil noch schwierig für ihn.

Leute, Autos,…   machen gar keine Probleme.

Aber er möchte gerne vieles vom Boden aufnehmen und fressen. Anfangs war es für ihn gar nicht zu verstehen, dass ein „nein“ zu hören war.

Weshalb man solche tollen Reste nicht aufnehmen sollte, ist wirklich nicht leicht zu verstehen.

Heute beim Morgenspaziergang war die Zunge bereits auf einem verstorbenen Regenwurm.

Da Kuschel aber immer knapp bei mir an der Leine ist, kann ich zum Glück eingreifen. Meine Befürchtung ist nicht, dass er ein paar Chips oder Süßigkeiten fressen könnte, sondern verdorbene Lebensmittel (Pizza war auch schon sehr interessant) oder auch ausgelegtes Gift.

Davon weiß ich zwar in meiner Wohngegend nichts, doch in Zukunft werden auch größere Ausflüge mit mehr Freiheiten für Kuschel – zumindest mit langer Leine – auf dem Programm stehen. Wir üben!

Apropos Üben: Sitz und Platz funktionieren immer besser, er liebt Leckerlis!

Anfang dieser Woche wurde ihm in einem Fachgeschäft ein ausbruchssicheres Brustgeschirr angepasst. Zum Glück, denn diese Woche hatte er einmal leichte Probleme beim Kotabsetzen.

Als es erledigt war, ist er mit einem Quietscher hochgesprungen und wollte aus dem Geschirr schlüpfen, um von dem „bösen Ort“ wegzukommen.

Ich hab schnell aufgesammelt, doch er war immer noch aufgeregt, und dann ist er (anfangs hüpfend) mit mir gemeinsam weggelaufen.

In dieser Situation hätte er ohne das Brustgeschirr verloren gehen können.

Ich freue mich, dass Kuschel zu mir gekommen ist.

Ganz liebe Grüße